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Datenschutz

Datenverarbeitung von Geschäftsemails: Wo sie stattfindet und warum sie wichtig ist

von MailProfessionale ·

Emails sind seit jeher eines der am häufigsten genutzten Kommunikationsmittel in Unternehmen, doch die Verwaltung der darin enthaltenen Daten ist keineswegs selbstverständlich. Wenn man von Datenverarbeitung bei E-Mails spricht, stellt sich sofort eine entscheidende Frage: Wo werden die Informationen der Geschäftsemails genau verarbeitet? Die Antwort ist nicht nur technisch, sondern hat erhebliche Auswirkungen auf die Datenschutz bei Unternehmens-E-Mails, die GDPR-Compliance und die digitale Souveränität der Unternehmen.

Wo findet die Datenverarbeitung bei Geschäftsemails statt: lokale Server, Clouds oder ausländische Infrastrukturen?

Aus physischer und rechtlicher Sicht können die E-Mail-Daten in verschiedenen Arten von Infrastrukturen verarbeitet werden, jede mit spezifischen Vor- und Nachteilen:

  • Lokale Unternehmensserver: Die Verarbeitung erfolgt innerhalb der eigenen Räume oder Standorte des Unternehmens, mithilfe von physischen Servern, die intern verwaltet werden. Dies garantiert eine vollständige Kontrolle, bringt aber erhöhte Verantwortlichkeiten für Wartung, Betriebskontinuität und Sicherheit mit sich.
  • Europäische Clouds: Es werden Infrastrukturen in Rechenzentren in Europa genutzt, die der GDPR und den lokalen Vorschriften entsprechen. Sie bieten Skalierbarkeit, Redundanz und oft fortschrittlichere Dienste im Vergleich zu On-Premise-Servern.
  • Ausländische Infrastrukturen: Cloud- oder Serverlösungen außerhalb der Europäischen Union oder in Ländern mit anderen gesetzlichen Rahmenbedingungen. Hier besteht das Risiko eines potenziellen unautorisierten Zugriffs durch ausländische Regierungen infolge von Gesetzen wie dem US-amerikanischen Cloud Act.

Lokale Server: Vorteile und Grenzen

Das Hosting der E-Mail-Daten intern gewährleistet die maximale digitale Souveränität, da die Daten physisch unter direkter Kontrolle des Unternehmens bleiben. Dies reduziert das Risiko externer Eingriffe ohne Zustimmung. Allerdings erfordert dieser Ansatz Investitionen in redundante Infrastrukturen und spezialisierte IT-Personal, ansonsten besteht die Gefahr, die E-Mail-Sicherheit zu gefährden.

Europäische Clouds: die ausgewogenste Lösung

Der Einsatz zertifizierter europäischer Clouds stellt heute die meistgenutzte Lösung für die Verarbeitung sensibler Daten, inklusive Geschäftsemails, dar. In Europa lokalisierten Rechenzentren, wie jene, die von europäischen Hosting-Anbietern angeboten werden, unterliegen den Vorgaben des GDPR und bieten hohen rechtlichen Schutz.

Diese Anbieter gewährleisten zudem eine kontinuierliche Sicherheitswartung und integrierte Dienste zum Schutz der Daten auf Infrastruktur-Ebene, was eine effektive Balance zwischen Kontrolle, GDPR-Compliance und operativer Agilität ermöglicht.

Ausländische Infrastrukturen und Risiken durch Vorschriften wie den Cloud Act

Wenn die E-Mail-Daten in Servern außerhalb der EU verarbeitet werden, zum Beispiel in amerikanischen Rechenzentren oder in anderen Ländern, besteht ein erhebliches rechtliches Risiko, etwa durch den Zugriff ausländischer Behörden gemäß Gesetzen wie dem Cloud Act. Dieses Gesetz erlaubt es der US-Regierung, Daten auch bei in den USA ansässigen Cloud-Anbietern im Ausland anzufordern, außerhalb der europäischen Kontrolle.

Das Ergebnis ist eine mögliche Einmischung in die Verarbeitung sensibler Daten, ohne dass das Unternehmen wirksame Beschränkungen durchsetzen kann, was direkte Auswirkungen auf die Vertraulichkeit und die Einhaltung europäischer Vorschriften hat.

Rechtliche und operative Konsequenzen für Unternehmen und Fachleute

Die Entscheidung, wo die Daten der Geschäftsemails verarbeitet werden, betrifft nicht nur die technische Sicherheit, sondern hat konkrete Auswirkungen auf:

  • GDPR-Konformität: Die europäische Verordnung schreibt strenge Regeln für die Verarbeitung, Speicherung und den Schutz personenbezogener Daten vor. Es ist entscheidend, dass das Rechenzentrum und der Dienstleister konform sind und Transparenz über den Verarbeitungsort besteht;
  • Digitale Souveränität: Sicherzustellen, dass die Daten unter europäischer Gerichtsbarkeit verbleiben, erleichtert den Schutz der Rechte der Betroffenen und schränkt Risiken der Überwachung durch Dritte ein;
  • E-Mail-Sicherheit: Der physische Standort und die vertragliche Gestaltung mit dem Anbieter haben direkten Einfluss auf Sicherheitsmaßnahmen wie Verschlüsselung und Zugriffskontrollen;
  • Betriebskontinuität: Server an risikobehafteten oder schlecht verwalteten Standorten können Ausfälle und den Verlust geschäftskritischer Daten verursachen;
  • Verantwortlichkeit und Nachvollziehbarkeit: Die genaue Kenntnis über den Speicherort der Daten erleichtert interne Audits, Zugriffsanfragen und Sicherheitsvorfälle zu verwalten.

Was in Verträgen mit E-Mail- und Cloud-Dienstleistern zu prüfen ist

Beim Abschluss eines Vertrags für E-Mail- oder Cloud-Services ist es essenziell, verschiedene Aspekte genau zu analysieren:

  • Verarbeitungsort der Daten: Muss klar angegeben werden und sollte idealerweise innerhalb der EU liegen;
  • Datenschutzklauseln: Welche Garantien hinsichtlich Sicherheit, Datenzugriff und Verletzungsmanagement werden angeboten;
  • Subunternehmer und Verarbeitungsketten: Verschiedene Drittparteien, die an der Datenverwaltung beteiligt sind, und ihre Verantwortlichkeiten;
  • Reaktionen auf behördliche Anfragen: Wie der Anbieter mit Anfragen externer Behörden umgeht, besonders wenn diese außerhalb der EU sind;
  • Sicherheitsmaßnahmen technischer und organisatorischer Art: Zertifizierungen, End-to-End-Verschlüsselung, Backups und Notfallpläne.

Auswirkungen auf Schutzstrategien, Marketing und Unternehmenskommunikation

Sogar stark integrierte Dienste wie E-Mail-Marketing- und Kommunikationsplattformen müssen diesen Rahmen beachten. Zum Beispiel sollten Unternehmen bei der Nutzung von Anbietern für E-Mail-Kampagnen den Verarbeitungsort der Daten und die Garantien hinsichtlich der Nutzung der Kundendaten berücksichtigen.

Daher ist die Wahl von Lösungen wie europäischen datenschutzkonformen E-Mail-Marketing-Services eine Entscheidung, die in Bezug auf Datenschutz und Sicherheit sorgfältig abgewogen werden muss.

Schutz sensibler Daten und Betriebskontinuität

Die Verarbeitung sensibler Daten über Infrastrukturen außerhalb der EU oder unmanaged Systeme setzt Unternehmen Risiken wie Datenverlust und Kommunikationsunterbrechungen aus. Die Gewährleistung zuverlässiger Infrastrukturen mit integrierten Backup- und Disaster-Recovery-Services ist entscheidend, um negative Auswirkungen auf das Geschäft zu minimieren.

In diesem Zusammenhang ist die Nutzung europäischer Rechenzentren, die Transparenz und Garantien bieten, eine wichtige Wahl, um eine effektive Betriebskontinuität und den Schutz der Rechte der Kunden und Mitarbeiter zu gewährleisten.

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