Ich baue MailProfessionale nicht, um mit Google zu konkurrieren.
Ich baue MailProfessionale, weil ich seit über zwanzig Jahren überzeugt bin, dass Europa viel zu leichtfertig auf seine digitale Souveränität verzichtet hat.
Ich habe angefangen, in dieser Branche zu arbeiten, als das Internet noch ganz anders aussah. Im Laufe der Jahre habe ich beobachtet, wie Unternehmen, Behörden und Fachleute immer mehr wesentliche Aufgaben an außereuropäische Plattformen abgaben — bis die Abhängigkeit zur Normalität wurde.
Für viele ist das unvermeidlich.
Für mich war es das nie.
Seit über zwanzig Jahren wiederhole ich etwas, das mir oft ironische Lächeln eingebracht hat: Europa sollte sich nicht darauf beschränken, den Vereinigten Staaten im Digitalen zu folgen. Es sollte ein Wettbewerber sein — fähig, seine eigene Infrastruktur, seine eigenen Dienste und seine eigenen Technologien aufzubauen.
Mit der Zeit ist diese Überzeugung nur noch stärker geworden.
Geopolitische Spannungen, die Rückkehr offen protektionistischer Politik in den Vereinigten Staaten und Ereignisse wie die Fable-Affäre haben gezeigt, wie riskant es ist, eine gesamte digitale Wirtschaft aufzubauen, die fast ausschließlich von anderswo entwickelten Technologien abhängt.
Ich glaube nicht, dass die Lösung darin besteht, sich von der Welt zu isolieren.
Ich glaube aber, dass Europa in der Lage sein muss, selbst zu wählen.
Deshalb habe ich mich entschieden, praktisch alles, was ich hatte, in dieses Projekt zu investieren.
Nicht weil mich jemand darum gebeten hätte.
Nicht weil es die einfachste Wahl gewesen wäre.
Sondern weil ich nicht mehr nur kritisieren wollte.
Wenn mich eines Tages jemand fragt:
“Was hast du konkret getan, um diese Situation zu verändern?”
will ich antworten können:
“Ich habe eine Alternative gebaut.”
Nicht perfekt.
Nicht vollständig.
Aber real.
MailProfessionale ist das erste Puzzlestück von etwas Größerem.
Das Ziel ist nicht, ein weiteres E-Mail-Postfach zu schaffen.
Das Ziel ist zu beweisen, dass es möglich ist, ein europäisches digitales Ökosystem aufzubauen — mit europäischer Infrastruktur, europäischer künstlicher Intelligenz und Daten, die in Europa bleiben.
Ich beanspruche nicht, den Markt allein zu verändern.
Aber ich möchte sagen können, dass ich meinen Beitrag geleistet habe.
Und wenn eines Tages jemand anderes das zweite Puzzlestück baut, und wieder jemand das dritte, dann haben wir vielleicht aufgehört, bloße Nutzer von anderswo produzierter Technologie zu sein — und sind auch wieder zu ihren Schöpfern geworden.